28.05.2005Ellerdorf Wilwarin Festival
Konzertbericht
HOT HOT, HOTTER THAN HELL! Eben solches haben sich die Herrschaften von KISS schon anno 1974 gedacht, aber sie wussten nicht, dass das auch für LONESOME GEORGE an diesem wunderbaren und schon lange entgegen gefiebertem Tag so sein sollte.
Es war schon ziemlich heiß als man den ganzen Kladeradatsch aus den Proberaum in den „Band-Bus“ einlud. Auf dem Wilwarin Veranstalltungsort-/Feld angekommen wunderte man sich was für eine entspannte Hippie- Atmosphäre da herrschte, aber dass soll hier nichts schlechtes bedeuten. Auch die Veranstalter selbst waren wirklich die nettesten Personen, welche man bei solchen größeren Veranstaltungen nur finden kann. LONESOME GEORGE sollten auf der kleinen Bühne beim Tresen spielen. Während noch BODO aus Schleswig sein Set zu besten gab vor einer großen Menge amüsierter Zuschauer, unter denen auch LONESOME und Freunde waren baute Alex schon mal wesentliche Teile seines Drumkits zusammen. BODO war echt cool. Auch er hat schon ordentlich geschwitzt und dass sollte schon ein böses Vorzeichen sein für LONESOME. „Ist euch auch so warm?!?!“ fragte er und spielte weiter seine amüsanten aber trotzdem ziemlich politischen Lieder. Wenn Kaptain Blaubär, ja Kaptain Blaubär unser Kanzler wär´, dann würde er genauso lügen doch ihn hätten alle lieb, oder so ähnlich.
Aber dann irgendwann durften LONESOME endlich die Zeltbühne entern. Auf der ganz kleinen Bühne war ja fast gar kein Platz mehr.
Vor geschrumpfter Publikumskulisse (die Feuerwehr hat an dem heißen Tag die Schläuche zum abspritzen rausgeholt) legten LONESOME dann mit ihrem Set los. Und bereits nach den ersten wenigen Tönen, Akkorden, Strophen, Beats und Basslines floss der Schweiz wie Freibier im Fussballstadion. So ziemlich alle Songs spielte man sauber runter mit großer Freude daran, trotz Hitze im Zelt. Auch die neuen Songs wie When you cry und Shapeless waren fehlerfrei ins Zuschauergesicht gedrückt worden. Die Leute, deren Anzahl doch noch stieg waren begeistert und einige konnte Alex doch noch zu einer Bewegungsform überreden die so aussah wie Tanzen. Unter den Zuschauern waren auch ein paar der Veranstalter, die LONESOME als Geheimtipp sahen und den Gig wirklich genossen.
Und auch die Schnappi- Texteinlage im Song Can´t see wurde von den anwesenden mehr als nur positiv angenommen.
Das Ende der Show rückte immer näher und ohne Mitleid oder sonstiges vordern zu wollen spielten LONESOME einen so schnellen und geilen Gig der ihnen die Kräfte raubte, denn beim Abbau der Instrumente standen mehr oder minder alle vier kurz davor vor Anstrengung zu kotzen. Im Backstagebereich hat man dann noch das ein oder andere alkoholische oder nicht alkoholische Getränk zu sich genommen und das ein oder andere Brötchen verputzt bevor die Reise gen Heimat angetreten werden musste denn Alex der Spacken musste ja unbedingt Abitur machen und am gleichen Abend zu seinem Abiball gehen.[Back »]