03.09.2004Bad Bramstedt Gut Holm Open Air
Konzertbericht
Bevor wir hier nun weiter auf den Abend an sich eingehen, will ich auch noch eine kleine Anekdote von der Organisation erzählen.
Eines schönen Tages sagte Alex Bruder Roman: „Ihr spielt ja dieses Jahr auf dem Gut Holm!“
und ein „Was ? Tun wir das ???“, entgegnete ihm sein kleiner Bruder prompt zurück. Total verwirrt und aufgeregt meldete sich Alex daraufhin bei Jan-Ole, um zu fragen, wie und wann er denn den Gig abgemacht hätte.
Doch seltsamer Weise war Jan-Ole genauso überrascht und zudem ebenso ratlos zu diesem Thema. „Ich hab mit keinem gesprochen, ich hab´ nix abgemacht!“
Nun ja, egal LONESOME GEORGE war dabei und alle hatten einen stehen, als sie erfahren hatten, dass sie mit KURHAUS und BONEHOUSE spielen dürfen! Bekannte, größere Bands, welche besonders Alex sehr schätzt.
Besagter Tag kam dann irgendwann auch. Mit großen Erwartungen fuhren die vier tapferen Helden nach Bad Bramstedt. Die Stimmung dort war gut, alle waren gut drauf und erheitert beim Aufbau. Nachdem alles aufgebaut war und KURHAUS ihren Soundcheck hinter sich gebracht hatten sollten Lonesome sofort aufbauen, den Sound ebenfalls checken und wenig später spielen. Einige Mitglieder der anderen Bands waren so freundlich und nahmen sich Zeit beim Aufbau zu helfen.
Nach dem Soundcheck, bei dem Alex leider eine gewisse unangenehme Situation mit einer kleinen Gruppe von Punks verursachte, für die er sich später aber auch entschuldigte und einer kleinen Pause, in der Familienmitglieder und Freunde/Bekannte begrüßt wurden fingen Lonesome dann auch an mit einem flotten Song an. Sie rissen sich mit bad seed gleich zu Anfang den Arsch auf, um die Meute gleich zu begeistern, aber leider mit wenig Erfolg. Auch Songs wie personal war, happy oder can´t see waren zwar mit großem Elan und Genuss von Lonesome mit doch kleineren Fehlern (doofer Sound!!!) abgedrückt wurden, aber so richtig Tanzen wollte so recht noch niemand. Doch Lonesome gaben nicht auf und spielten begeistert wie immer, denn eine Show ist eine Show! Nach knapp 30 Minuten, in denen Lonesome eine schöne schnelle Wand aufgefahren hatten, waren sie aber leider auch schon durch mit ihrem Programm, welches vielen jedoch, nach einigen Aussagen zu folge sehr gefallen hat.
Es wurde zwar leider nicht getanzt aber der Applaus war schon ordentlich.
Später dann wurden Lonesome von American Tourist, Kurhaus und Bonehouse auch des Öfteren namentlich erwähnt.
Beispiel: Bonehouse: „ Dieser Song geht raus an den einsamen Georg, die amerikanischen Touristen und das Kurhaus! Das ist GO BASTARDS GO!“
Bei Bonehouse bekam Alex dann noch eine speziell gewidmete Ansage.
„Dieser Song ist gegen allerlei Unterdrückung und Diskriminierung! Ihr kennt dass alle, wenn im Sportunterricht der Lehrer sagt: „Du wählst ne Mannschaft und Du!“ und am Ende bleibt immer irgend so ein armes Arschloch übrig. (Alex meldet sich) Ja, so wie Alex, der sich dann deswegen nachts einscheißt und nicht schlafen kann!“
Die eine Hälfte von Lonesome war an diesem Abend bei Freibier sehr schön betrunken, die andere nicht so aber dennoch in bester Party- Laune.
Fazit: keine Unterwäsche, kein Pogo, keine Verletzten aber viel Spass und Applaus. Einfach ein Erlebnis.[Back »]