05.06.2004AJZ Neumünster mit Scarabeus und .point
Konzertbericht
Es ging lustig zu beim Vorgespräch zu diesem Bandabend. Mitglieder von Scarabeus aus Neumünster sowie Mitglieder der Band Point, ebenfalls Neumünsteraner stießen zusammen mit Jan-Ole, saSH und Alex auf Organisatoren des AJZ.
Nachdem erfolgreich besprochen wurde wer welches Zubehör mitzubringen hat, wobei unsere LONESOME GEORGE- Jungs nur wenig sagen konnten, ging es darum zu entscheiden in welcher Reihenfolge die drei Gruppen auftreten sollten. Der arrogante Schlagzeuger der Band LONESOME GEORGE, Alex bestand in echter Rockschtarrmanier darauf als zweites oder als drittes spielen zu dürfen. O-Ton: „ Wir kommen den minderweiten Weg aus Wrist und ihr kommt aus Neumünster. Ihr könnt hier spielen wann immer ihr wollt, schließlich wohnt ihr hier und kennt viele Leute! Uns kennt hier so gut wie niemand! Wir wollen nicht als erstes verheizt werden!“ Darauf gab es jedoch Proteste seitens der im nach hinein sehr freundlichen Band Point, welche ebenfalls nicht als erste Band spielen wollten. Scarabeus hielten sich fein raus. „Wir stellen hier die Anlage und viele andere Sachen, wir spielen wenn ihr euch nicht einigen könnt wenigstens als zweites, der Rest ist uns egal“ Und dann kam der Vorschlag die Sache per Losverfahren und damit auch durch das Schicksal entscheiden zu lassen.
Die glückliche Hand von LONESOME GEORGE´ s Jan-Ole zog die Startnummer „2“ und der arrogante Alex war zufrieden und ist Jan-Ole bis heute noch dankbar.
Insgesamt sah die Reihenfolge der Acts also letztendlich wie folgt aus:
1.Point (crossover/Neumünster)
2.Lonesome George (Punkrock/Wrist)
3.Scarabeus (Metalcoverband/Neumünster)
Und im Frieden trennten sich die Gruppierungen bis zum 5. Juni erst einmal wieder………….

Dann kam aber auch schon dieser schöne Samstag. Unsere tapferen Helden mussten erst noch einige Sachen aus dem Proberaum holen und bei saSH, welcher sich todesmutig bereiterklärte zu fahren ins Auto einladen. So erfolgte es dann, dass Jan- Ole und saSH ihre Gitarren und ihre Marschall Amps eingepackt haben, Josi seinen Bass und Alex wenige, aber doch wichtige Teile seiner Drums, so wie Sticks in das Auto packten. Und so ging die Reise auch schon los ins minderferne Neumünster. Doch nach einer wirklich sehr lustigen Fahrt gab es erste Komplikationen. Nicht nur LONESOME GEORGE, sondern auch Mitglieder von .Point. und Scarebeus mussten feststellen, dass die Tore des AJZ´ noch verschlossen waren und Organisatoren, die ebenfalls anwesend waren bereits auf irgendeine Person mit dem Schlüssel warteten. Die Warterei dauerte leider etwas länger. Nachdem LONESOME mit den anderen Musikern vor dem Club gewartet haben und einige rege Gespräche untereinander geführt wurden, verzogen sie sich ins/ans Auto, um dort zu warten und nebenbei ihre Instrumente zu putzen(aus reiner Langeweile). Doch nach ca. 45 Minuten ungewissen Hoffens und Bangens auf Grund der verschlossenen Türen hatte das Warten endlich ein Ende.
Aber wer denkt, dass es gleich zum Aufbau der Anlagen, Soundcheck und Einspielen gekommen ist, der ahnt nicht, wie auch LONESOME, dass erst die Bühne aufgebaut, Stuhle und Tische aus dem Weg geräumt werden mussten.
Aber mit viel Teamarbeit haben alle drei Bands mit Hilfe der AJZ-Crew ein brillantes Ergebnis abgeliefert. Aber hier ist ja gar kein Schlagzeug! Der Schlagzeuger der zwei anderen Bands hatte es verplant, dass an diesem Tag seine Drums gebraucht wurden. Ein Auto war jetzt von höchster Priorität und so musste saSH sich als Retter des Abends erweisen und mit Scarabeus- Mitgliedern zu deren Proberaum fahren um deren Schlagzeug zu holen. Bin in kürzester Zeit war das Schlagzeug da und viele Helfer zum Ausladen und Aufbauen dessen gefunden. Jetzt konnte es daran gehen die Anlage, die zu Teilen schon halb stand aufzubauen, aber nein, dem war nicht ganz so! „Dieser Laden hier, hat der auch ne Starkstromleitung??? Sonst kommt aus unserer Anlage kein Sound raus!“ Dies waren in etwa die Worte des Scarabeus- Bassers. Und ein „Nein!“ eines der AJZ- Leute war die bittere Antwort. Aber keine der Bands wollte „Unplugged“ spielen. Nach einigem Rumtelefonierens fanden die Scarabeuse jemanden mit dem nötigen Teil. Aber wie sollte das jetzt so schnell wie möglicher hier her??? Wieder mal an diesem Tag musste SaSH seine Fahrkünste unter beweis stellen. Unsere tollkühner Held wurde also ein weiteres Mal belästigt aber er sollte nicht nur n paar Kilometer durch Neumünster fahren, wie zuvor, sondern bis ans Ende von Großenaspe.
Während dessen unterhielten sich die drei übrigen LONESOME bei einem schönen Bier mit den anderen Musikern und halfen hier und da noch beim Aufbauen, soweit es denn noch nötig war. Schnell waren lustige, interessante Gespräche entstanden und man genoss die Leckereien, die von den hübschen, freundlichen AJZ- Mädchen zu diesem Anlass für die Rockschtarrs des Abends gemacht wurden ( Muffins in verschiedenen Geschmackssorten).
Aber für LONESOME hat sich auch hoher Besuch angekündigt! Eine sehr liebliche, und wundervolle Bekannte der Band, welche sie über das Internet kennen gelernt haben und zusätzlich noch eine Freundin dieser wollten kommen und die Jungs mal „livehaftig“ zu treffen.
Alex holte diese zwei fantastischen jungen Fräuleins vom nicht weit entfernten Bahnhof ab und bekam als Belohnung dafür einen schmackhaften Cola- Lolli.
Je näher der Auftritt rückte desto nervöser wurden einige Mitglieder von LONESOME GEORGE. (saSH ist immer cool und die ruhe selbst, bei ihm war es schwer zu sagen) Während Alex sich mit dem Besucherinnen amüsierte (bitte nicht falsch verstehen!)
Hingen die drei anderen LONESOMEs „Backstage“ ab und knüpften Kontakte mit der Band Point.
Dann gegen 21:30 legten Point nach einem etwas längeren Soundcheck los. Diese Band, welche erstens noch gar nicht lange zusammen spielte, zweitens sich einen Aushilfsschlag-zeuger von der Band Scarabeus lieh und drittens auf Grund einer Klassenfahrt eines Mitgliedes der Band kurz vor dem Gig wenig zeit zum Proben hatte schmetterten dennoch beachtlich gute Kompositionen in die schon zahlreich erschienen Leute.
Dann war es für LONESOME GEORGE Zeit ihr Equitment aufzubauen und nach einem ebenfalls leider nicht allzu kurzem Soundchecks loszulegen. Dies war vorerst der beste Gig von LONESOME GEORGE, welche sich sehr ins Zeug legten, jedoch wegen eines sich verschlechternden Sounds doch wenige Male kleinere Probleme hatten. So misslang leider auch die nicht geplante aber von Mitgliedern der Band Kurhaus gewünschte Coverversion von don´t tread on me, welche LONESOME GEORGE dann kurz vor der Show auch bewilligten und welche Alex den Leuten von Kurhaus widmete (aber nicht wegen dem Text!) Die neuen Songs kamen sehr gut an, zumal die anwesenden Leute es gerne schnell haben wollten. Publikum:„ Ich will einen schnellen Song!“. „Einen schnellen Song willst Du??? Sollst Du haben aber nur wenn Du dir wieder deine schöne Frisur machst und tanzt!“ entgegnete Jan-Ole. „ Zwei schnelle Songs!“, wurde es Jan-Ole zurück gerufen von diesem sympathischen verrückten „dann sollst Du die bekommen!“ und Josi vervollständigte diese seltsame aber dennoch amüsante Unterhaltung mit den Worten: „ Du bist so sexy, ich liebe Dich!“, und dann ging die Luzie wieder ab.
Das Publikum schien von LONESOME GEORGE begeistert und auch wie im JuZ Bad Bramstedt riefen bekannte Stimmen: „Alex zieh dich aus!“ und sogar „ Ich will ein Kind von dir!“, aber auch diesmal vergebens.
Da die Leute wirklich sehr erfreut an der Musik von LONESOME GEORGE schienen und eigentlich recht laut waren, gab es noch als Zugabe die die die my darling und das war´ s dann auch schon wieder.
Danach gab es Scarabeus. Heavy Metal vom feinsten, allerdings nicht von ihnen selbst. So coverten sie hauptsächlich alte Klassiker von Metallica und Iron Maiden und anderes, sehr zur Freude von Alex. Aber auch das restliche Publikum, welches aber doch ein wenig geschrumpft war erfreute sich feucht fröhlich an der Musik der Band. Sash, Josi und Alex sahen sich diese Band sehr interessiert an und Alex und saSH erfreuten sich sehr bei dem Anblick ihres Bassisten Josi, welcher vergessen hatte die Tür zu schließen als er sich zwischenzeitlich „erleichtern“ wollte. Doch saSh kam ihm freundlicherweise noch zur Hilfe.

Fazit: Ein sehr seltsamer Tag aber ein sehr gelungener Auftritt. Jedoch auch in Neumünster keine Unterwäsche aber hier kannte ja noch niemand LONESOME GEORGE (jedenfalls nicht viele) und glücklicher Weise keinerlei verletzten.[Back »]